VfL Bochum 1848 - Fusballschule

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Hochstätter: Weiteres Qualitätsmerkmal für den VfL

Im Rahmen der Zertifizierung 2013/14 wurde das Nachwuchsleistungszentrum des VfL mit der Höchstwertung „Drei Sterne” ausgezeichnet. Um insgesamt 13 Prozentpunkte hat sich die Talentschmiede der Blau-Weißen somit im Gegensatz zur letztmaligen Bewertung vor drei Jahren verbessert. Mehr als Grund genug, sich mit Sportvorstand Christian Hochstätter und Nachwuchsleiter Alexander Richter über die erstklassige Nachwuchsförderung zu unterhalten.

Herr Hochstätter, wie beurteilen Sie die Ergebnisse der jüngsten Zertifizierung?
Hochstätter:  Wir sind natürlich sehr stolz, dass wir den dritten Stern bekommen haben. Ich möchte mich in erster Linie bei den Personen bedanken, die dafür maßgeblich verantwortlich sind. Allen voran bei Alex Richter, aber natürlich auch bei jedem Trainer, Betreuer und Mitarbeiter, der an diesem tollen Ergebnis mitgewirkt hat. Ich weiß, was das für eine Arbeit war, diesen dritten Stern zu erreichen. Zudem gebührt ein ganz großer Dank unseren Partnern im Nachwuchsbereich. Ohne die Sparkasse Bochum, die Tiemeyer Gruppe, Derbystar, Gea und die Knappschaft sowie allen Mitglieder unseres BOKENNER KLUBs wäre das nicht möglich gewesen.

Wie groß war die Freude beim Leiter der Nachwuchsabteilung?
Richter: Wir können alle richtig stolz auf diese Bewertung sein, besonders vor dem Hintergrund, dass natürlich alle anderen Vereine ebenfalls zulegen und damit die Anforderungen bei der Bewertung steigen. Bei der letzten Zertifizierung vor drei Jahren lagen wir noch bei insgesamt 60%. Ab 65% gibt es den dritten Stern, wir haben nun mit unseren 73% einen exzellenten Level erreicht. Viele im Nachwuchsbereich waren an diesem Prozess beteiligt, sie haben alle einen riesigen Anteil daran, dass wir jetzt den dritten Stern geholt haben.

Die Auszeichnung ist das Ergebnis eines langen Prozesses. Wann genau wurde die Arbeit für den dritten Stern aufgenommen?
Richter: Schon Ende 2012 haben wir uns auf den nächsten Durchgang der Zertifizierung vorbereitet, sind noch einmal alle Details durchgegangen. Wo waren unsere Defizite, was können wir gemeinsam verbessern. Bis zur Abgabe im August 2013 haben wir neben unserem Tagesgeschäft im Nachwuchsbereich intensiv auf dieses Ergebnis hingearbeitet.

Wie kommt denn der Wert von 73% überhaupt zu Stande?
Richter: Die Zertifizierung ist in acht Ebenen eingeteilt. Unter anderem wird die fußballerische und schulische Ausbildung unserer Talente beurteilt, es geht aber auch um infrastrukturelle Dinge und natürlich um die Heranführung an den Profifußball. Wir haben uns in sieben dieser acht Kategorien verbessert, und das zum Teil sehr deutlich.

Was bedeutet der dritte Stern nun für den VfL?
Hochstätter: Wir gehören zu der Elite in der Ausbildung von Talenten, und das deutschlandweit. Das wird uns sicherlich auch helfen, weitere talentierte junge Fußballer nach Bochum zu lotsen. Das ist natürlich auch für Eltern ganz wichtig zu wissen, welche Qualität die Ausbildung ihrer Kinder besitzt. Unsere Jugendabteilung wurde für die Arbeit der letzten drei Jahre belohnt. Das Ergebnis war ja damals schon nicht schlecht. Jetzt ist es natürlich phantastisch. Bei der ersten Zertifizierung haben wir einen Stern geholt, beim letzten Mal zwei und nun haben wir die Höchstwertung eingefahren.

Wie wirkt sich das auf finanzieller Ebene aus?
Hochstätter: Ganz genau kann man das noch nicht beziffern. Das hängt natürlich auch davon ab, inwieweit sich die anderen Vereine verbessert oder verschlechtert haben. Schaut man auf die Beträge nach der letzten Zertifizierung, kommen da aber schon beträchtliche Werte zusammen. So betrug der Unterschied zwischen zwei und drei Sternen rund 100.000 Euro. Aber unabhängig vom Finanziellen, was natürlich für den VfL auch eine wichtige Rolle spielt, ist es aus meiner Sicht viel entscheidender, dass dieser Stern dem Verein ein weiteres Qualitätsmerkmal bringt. Darauf können wir stolz sein.

Die dritte Zertifizierung ist abgeschlossen. Wie geht es nun weiter?
Hochstätter: Das heißt natürlich nicht, dass wir uns jetzt zurücklehnen. Es gibt ja weiterhin die Möglichkeiten, sich zu verbessern. Und das werden wir auch tun, zum Beispiel in der Ausbildung unserer Trainer. Das wird aber noch mit Alex Richter im Detail besprochen. Im Großen und Ganzen bin ich bislang sehr zufrieden.